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Blauburgunder

Der Blauburgunder, auch Pinot Noir oder Spätburgunder, zählt zu den ältesten Kulturreben der Menschheit.

Vermutlich kommt diese Sorte ursprünglich aus dem Niltal. Phönizier, Griechen und Römer haben sie in Europa verbreitet. Im Burgund kann der Anbau des Blauburgunders bis ins 4. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

Blauburgunder gilt als Diva unter den Rebsorten. Kaum eine Sorte verlangt, vor allem im Keller, so viel Fingerspitzengefühl…

Aus dem Blauburgunder haben sich im laufe der Jahrhunderte durch Mutationen zahlreiche Spielarten gebildet. Einerseits wird das für die Klonselektion (weiter unten) genutzt, andererseits sind dadurch viele neue Traubensorten entstanden, Grauburgunder (Pinot Gris), Weissburgunder (Pinot Blanc), Chardonnay, Auxerrois, und viele (unbekannte) mehr.

Über Rebgenerationen kann es vorkommen, das einzelne Reben in einer Parzelle durch Genveränderungen positiv oder auch negativ auffallen.
Solche, leicht veränderte Blauburgunder, wurden, meistens von Forschungsanstalten, beobachtet, ausselektioniert und vegetativ (Stecklinge) vermehrt und haben darum ein identisches Erbgut, dabei sprechen wir von einem Klon.

Heute haben wir sehr viel verschiedene Klone des Blauburgunders zur Verfügung. Es gibt frühreife, kompakte, kleine, grosse, lockerbeerige, kleinbeerige, starkwüchsige, usw.

Wenn wir neue Blauburgunderreben setzen, ist in einem Rebstück nur ein Klon, weil nicht alle zur selben Zeit reif sind.
Für den Weinausbau ist es aber besser, wenn verschiedene Klone für einen Wein verwendet werden.
Darum findet man auf einem Rebbaubetrieb meistens verschiedene Klone, die auch für einen Laien von Auge zu unterscheiden sind.

Die Weine der Blauburgundertrauben sind variationsreich und stark durch die Hand des Kellermeisters geprägt. Aus ihr lassen sich Federweisse (Weissherbst), Rosé, feine geschmeidige oder auch kräftige, robuste Rotweine keltern….